Solarstrom am E-Lkw-Depot bringt aktuell 201,83 € mehr THG-Erlös pro MWh.
Elektrische Lkw, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und Batteriespeicher lassen sich über die THG-Quote zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Baustein Ihrer Flotte machen – wenn Ladepark, Messkonzept und Anrechnungsweg von Anfang an richtig geplant sind.
Auszahlung nach UBA-Bestätigung durch THG-Dienstleister · kein garantierter Preis, keine Echtzeit-Daten.
Der Markt für E-Lkw zieht spürbar an.
Mit steigenden Zulassungszahlen wächst der Bedarf an Depot-, Zwischen- und HPC-Ladeinfrastruktur – und damit auch die Relevanz von Netzanschluss, Lastmanagement, PV und Speicher.
Neuzulassungen elektrisch aufladbarer Lkw > 3,5t (Deutschland)
Schwere E-Lkw ab 16 Tonnen (Deutschland)
Quelle: ACEA – Vehicles on European Roads / New Commercial Vehicle Registrations, 2026.
§6 oder §7 – welche Regel für Ihren Ladepark gilt, ist entscheidend.
Ob ein Ladepunkt öffentlich zugänglich ist oder ausschließlich der eigenen Flotte dient, bestimmt den gesamten Anrechnungsweg nach der 38. BImSchV – inklusive Mess-, Registrierungs- und Meldepflichten.
Öffentlich zugänglich
Für einen nicht individuell bestimmten Personenkreis nutzbar, z. B. Truck-Charging-Hubs oder Ladeparks auf öffentlichen Kundenparkplätzen.
- Grundlage ist die tatsächlich abgegebene, geeicht gemessene Strommenge
- Registrierung & eindeutige Ladepunktidentifikation nötig
- Jährliche Meldung bis 28. Februar des Folgejahres
Nicht öffentlich (Depot)
Zugangsbeschränktes Betriebsgelände, das ausschließlich von der eigenen bzw. klar abgegrenzten Flotte genutzt wird.
- Wird nicht allein durch viele Ladepunkte öffentlich
- Für reine BEV der Klasse N3: Faktor 4 ab Verpflichtungsjahr 2027
- Betrifft Strom, der nicht über öffentliche Ladepunkte bezogen wird
So entsteht der THG-Erlös bei öffentlichen Ladepunkten.
Vom Ladevorgang bis zur Auszahlung durchläuft die Strommenge einen klar definierten Prozess – Grundlage für Registrierung, Meldung und Vermarktung.
Der THG-Marktpreis ist nicht gesetzlich festgelegt – der tatsächliche Erlös hängt von Verpflichtungsjahr, Marktpreis und THG-Dienstleister ab.
Rechenbeispiel: 500 MWh Lkw-Ladestrom pro Jahr.
Ein vereinfachter Vergleich zeigt, wie sich der Einsatz von qualifiziertem Solarstrom auf die mögliche THG-Minderung und den Erlös eines öffentlichen Ladeparks auswirken kann.
Momentaufnahme auf Basis der am 11.09.2026 veröffentlichten Auszahlungsbeträge (thgaktuell.de/ladestrom). THG-Marktpreise können sich jederzeit verändern – für Wirtschaftlichkeitsberechnungen empfehlen wir unterschiedliche Preisszenarien statt eines festen Cashflows.

Was ein Batteriespeicher zwischen PV und E-Lkw leisten kann.
PV-Erzeugung und Lkw-Ladung finden oft zu unterschiedlichen Zeiten statt. Ein Speicher überbrückt diese Verschiebung – und kann unter geeigneten Voraussetzungen zusätzlich den THG-Wert des Ladestroms verbessern.
PV-Eigenverbrauch
Optimierte Nutzung des tagsüber erzeugten Solarstroms am eigenen Standort.
Nachtladen mit Solarenergie
Tagsüber gespeicherter PV-Strom steht für das nächtliche Laden der Flotte bereit.
Peak Shaving
Reduziert Lastspitzen und schont den vorhandenen Netzanschluss.
Weniger Netzbezugsleistung
Entlastet den Netzanschluss auch bei begrenzter Anschlussleistung am Standort.
Unterstützung für DC-Ladung
Bereitstellung zusätzlicher Ladeleistung für leistungsstarke DC-Infrastruktur.
THG-Wert-Optimierung
Unter geeigneten regulatorischen Voraussetzungen höherer THG-Wert für lokalen Solarstrom.
Damit gespeicherter Strom weiterhin als qualifizierter Solarstrom gilt, verlangt das UBA u. a. einen Energieflussrichtungssensor sowie eine 15-Minuten-genaue Zuordnung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch.
10 Fragen, die vor der Ladeparkplanung geklärt sein sollten.
Die THG-Quote sollte nicht erst nach der Inbetriebnahme betrachtet werden. Klicken Sie eine Frage an, sobald sie für Ihr Projekt beantwortet ist.
Häufige Fragen zur THG-Quote bei E-Lkw
Kurze, direkte Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ladeinfrastruktur, Solarstrom und Meldefristen.
Die Treibhausgasminderungsquote erlaubt es, Strom aus batterieelektrischen Lkw nach der 38. BImSchV auf die Klimaziele der Mineralölwirtschaft anzurechnen. Dadurch entsteht ein handelbarer wirtschaftlicher Wert für Ladepunkt- oder Flottenbetreiber.
Öffentlich zugänglich ist ein Ladepunkt, wenn er für einen nicht individuell bestimmten Personenkreis nutzbar ist – etwa ein Truck-Charging-Hub. Ein Betriebshof hinter einer Zugangskontrolle, der nur die eigene Flotte lädt, gilt als nicht öffentlich, unabhängig von der Anzahl der Ladepunkte.
Qualifizierter Solarstrom erzeugt rund 0,826 t CO₂e Minderung pro MWh gegenüber rund 0,379 t CO₂e bei Netzstrom – etwa das 2,18-Fache. Bei den am 11.09.2026 veröffentlichten Auszahlungsbeträgen entspricht das rund 201,83 € Mehrerlös pro MWh.
Die Strommenge eines Verpflichtungsjahres muss grundsätzlich bis zum 28. Februar des Folgejahres gemeldet werden. Ladestrom aus 2026 also spätestens bis zum 28. Februar 2027.
Für reine Batterieelektrofahrzeuge der Klasse N3 und elektrische Busse der Klasse M3 sieht § 7 Abs. 6 ab dem Verpflichtungsjahr 2027 einen erhöhten Anrechnungsfaktor von 4 vor, befristet bis 2034. Betroffen ist Strom, der nicht über öffentlich zugängliche Ladepunkte bezogen wird.
Ja, eine Zwischenspeicherung ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Damit der gespeicherte Strom als qualifizierter Solarstrom gilt, verlangt das UBA jedoch Nachweise wie einen Energieflussrichtungssensor und eine 15-Minuten-genaue Messung.
Lassen Sie Ihren Ladepark auf THG-Potenzial prüfen.
In einem kurzen Erstgespräch ordnen wir Ihr Vorhaben ein: öffentlich oder nicht öffentlich, passender Anrechnungsweg, PV- und Speicherintegration sowie das nötige Messkonzept.
- Einordnung nach § 6 oder § 7 der 38. BImSchV
- Grobe Erlöseinschätzung für Ihre Flottengröße
- Hinweise zu Messkonzept & Nachweispflichten
- Kostenlos & unverbindlich
Anfrage erhalten
Vielen Dank – wir melden uns zu Ihrem Ladepark und den THG-Möglichkeiten.
