THG-Quote für E-Lkw 2026: Bis zu 373 €/MWh mit Solar-Ladestrom | Ratgeber
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Ratgeber · 38. BImSchV 2026

Solarstrom am E-Lkw-Depot bringt aktuell 201,83 € mehr THG-Erlös pro MWh.

Elektrische Lkw, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und Batteriespeicher lassen sich über die THG-Quote zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Baustein Ihrer Flotte machen – wenn Ladepark, Messkonzept und Anrechnungsweg von Anfang an richtig geplant sind.

38. BImSchVUmweltbundesamtBundesnetzagentur
THG-PREIS · ÖFFENTLICHER LADESTROMSTAND 11.09.2026, 08:17
Netzstrom171,54 €/MWh
Qualifizierter Solarstrom373,37 €/MWh
Mehrerlös durch Solarstrom+201,83 €/MWh

Auszahlung nach UBA-Bestätigung durch THG-Dienstleister · kein garantierter Preis, keine Echtzeit-Daten.

Der Markt für E-Lkw zieht spürbar an.

Mit steigenden Zulassungszahlen wächst der Bedarf an Depot-, Zwischen- und HPC-Ladeinfrastruktur – und damit auch die Relevanz von Netzanschluss, Lastmanagement, PV und Speicher.

Neuzulassungen elektrisch aufladbarer Lkw > 3,5t (Deutschland)

+88,5 % im 1. Halbjahr 2026 ggü. Vorjahr
804
2022
4.766
2025
3.545
H1 2026

Schwere E-Lkw ab 16 Tonnen (Deutschland)

1.253Neuzulassungen bereits im 1. Halbjahr 2026
1.398
2025 (gesamt)
1.253
H1 2026

Quelle: ACEA – Vehicles on European Roads / New Commercial Vehicle Registrations, 2026.

§6 oder §7 – welche Regel für Ihren Ladepark gilt, ist entscheidend.

Ob ein Ladepunkt öffentlich zugänglich ist oder ausschließlich der eigenen Flotte dient, bestimmt den gesamten Anrechnungsweg nach der 38. BImSchV – inklusive Mess-, Registrierungs- und Meldepflichten.

§ 6 · 38. BImSchV

Öffentlich zugänglich

Für einen nicht individuell bestimmten Personenkreis nutzbar, z. B. Truck-Charging-Hubs oder Ladeparks auf öffentlichen Kundenparkplätzen.

  • Grundlage ist die tatsächlich abgegebene, geeicht gemessene Strommenge
  • Registrierung & eindeutige Ladepunktidentifikation nötig
  • Jährliche Meldung bis 28. Februar des Folgejahres
Beispiel: Ein Ladepark an der Autobahn, nutzbar für unterschiedliche Transportunternehmen.
§ 7 · 38. BImSchV

Nicht öffentlich (Depot)

Zugangsbeschränktes Betriebsgelände, das ausschließlich von der eigenen bzw. klar abgegrenzten Flotte genutzt wird.

  • Wird nicht allein durch viele Ladepunkte öffentlich
  • Für reine BEV der Klasse N3: Faktor 4 ab Verpflichtungsjahr 2027
  • Betrifft Strom, der nicht über öffentliche Ladepunkte bezogen wird
Beispiel: Eine Spedition mit 25 eigenen Sattelzugmaschinen lädt hinter einer Zugangskontrolle auf dem Betriebshof.

So entsteht der THG-Erlös bei öffentlichen Ladepunkten.

Vom Ladevorgang bis zur Auszahlung durchläuft die Strommenge einen klar definierten Prozess – Grundlage für Registrierung, Meldung und Vermarktung.

Ladepunkt
Strom wird abgegeben
Meldung & Nachweis
Geeicht gemessene Menge
Umweltbundesamt
Prüfung der Angaben
Bescheinigung
MWh & THG-Minderung
Vermarktung
an quotenverpflichtetes Unternehmen
Erlös
für Betreiber / Flotte

Der THG-Marktpreis ist nicht gesetzlich festgelegt – der tatsächliche Erlös hängt von Verpflichtungsjahr, Marktpreis und THG-Dienstleister ab.

Rechenbeispiel: 500 MWh Lkw-Ladestrom pro Jahr.

Ein vereinfachter Vergleich zeigt, wie sich der Einsatz von qualifiziertem Solarstrom auf die mögliche THG-Minderung und den Erlös eines öffentlichen Ladeparks auswirken kann.

Netzstrom (500 MWh × 0,379 t CO₂e/MWh)≈ 190 t CO₂e
Vergütung (500 MWh × 171,54 €/MWh)85.770 €
Erlös pro Jahr85.770 €
Möglicher Mehrerlös mit 250 MWh Solarstrom+50.458 €gegenüber vollständiger Versorgung mit Netzstrom – bei aktuellem Preisstand vom 11.09.2026.

Momentaufnahme auf Basis der am 11.09.2026 veröffentlichten Auszahlungsbeträge (thgaktuell.de/ladestrom). THG-Marktpreise können sich jederzeit verändern – für Wirtschaftlichkeitsberechnungen empfehlen wir unterschiedliche Preisszenarien statt eines festen Cashflows.

Photovoltaik, Batteriespeicher und DC-Ladeinfrastruktur für E-Lkw am Unternehmensstandort

Was ein Batteriespeicher zwischen PV und E-Lkw leisten kann.

PV-Erzeugung und Lkw-Ladung finden oft zu unterschiedlichen Zeiten statt. Ein Speicher überbrückt diese Verschiebung – und kann unter geeigneten Voraussetzungen zusätzlich den THG-Wert des Ladestroms verbessern.

PV-Eigenverbrauch

Optimierte Nutzung des tagsüber erzeugten Solarstroms am eigenen Standort.

Nachtladen mit Solarenergie

Tagsüber gespeicherter PV-Strom steht für das nächtliche Laden der Flotte bereit.

Peak Shaving

Reduziert Lastspitzen und schont den vorhandenen Netzanschluss.

Weniger Netzbezugsleistung

Entlastet den Netzanschluss auch bei begrenzter Anschlussleistung am Standort.

Unterstützung für DC-Ladung

Bereitstellung zusätzlicher Ladeleistung für leistungsstarke DC-Infrastruktur.

THG-Wert-Optimierung

Unter geeigneten regulatorischen Voraussetzungen höherer THG-Wert für lokalen Solarstrom.

Damit gespeicherter Strom weiterhin als qualifizierter Solarstrom gilt, verlangt das UBA u. a. einen Energieflussrichtungssensor sowie eine 15-Minuten-genaue Zuordnung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch.

Messkonzept 1.5 · Speicher + PV, gleicher BetreiberMesskonzept 1.5a · unterschiedliche BetreiberMesskonzept 2.4 · kaskadierte Messung

10 Fragen, die vor der Ladeparkplanung geklärt sein sollten.

Die THG-Quote sollte nicht erst nach der Inbetriebnahme betrachtet werden. Klicken Sie eine Frage an, sobald sie für Ihr Projekt beantwortet ist.

Soll der Ladepark öffentlich oder nicht öffentlich betrieben werden?
Wer ist Betreiber der Ladepunkte bzw. der Fahrzeuge?
Welche Strommengen können THG-relevant sein?
Wird eigener PV- oder Windstrom eingesetzt?
Ist ein Batteriespeicher vorgesehen?
Darf der Speicher zusätzlich aus dem Netz geladen werden?
Welches Messkonzept ist erforderlich?
Sind die Energieflüsse mit der nötigen zeitlichen Auflösung nachweisbar?
Wie werden Ladepunkte registriert und Strommengen gemeldet?
Wer übernimmt die Vermarktung der THG-Minderung?

Häufige Fragen zur THG-Quote bei E-Lkw

Kurze, direkte Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ladeinfrastruktur, Solarstrom und Meldefristen.

Die Treibhausgasminderungsquote erlaubt es, Strom aus batterieelektrischen Lkw nach der 38. BImSchV auf die Klimaziele der Mineralölwirtschaft anzurechnen. Dadurch entsteht ein handelbarer wirtschaftlicher Wert für Ladepunkt- oder Flottenbetreiber.

Öffentlich zugänglich ist ein Ladepunkt, wenn er für einen nicht individuell bestimmten Personenkreis nutzbar ist – etwa ein Truck-Charging-Hub. Ein Betriebshof hinter einer Zugangskontrolle, der nur die eigene Flotte lädt, gilt als nicht öffentlich, unabhängig von der Anzahl der Ladepunkte.

Qualifizierter Solarstrom erzeugt rund 0,826 t CO₂e Minderung pro MWh gegenüber rund 0,379 t CO₂e bei Netzstrom – etwa das 2,18-Fache. Bei den am 11.09.2026 veröffentlichten Auszahlungsbeträgen entspricht das rund 201,83 € Mehrerlös pro MWh.

Die Strommenge eines Verpflichtungsjahres muss grundsätzlich bis zum 28. Februar des Folgejahres gemeldet werden. Ladestrom aus 2026 also spätestens bis zum 28. Februar 2027.

Für reine Batterieelektrofahrzeuge der Klasse N3 und elektrische Busse der Klasse M3 sieht § 7 Abs. 6 ab dem Verpflichtungsjahr 2027 einen erhöhten Anrechnungsfaktor von 4 vor, befristet bis 2034. Betroffen ist Strom, der nicht über öffentlich zugängliche Ladepunkte bezogen wird.

Ja, eine Zwischenspeicherung ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Damit der gespeicherte Strom als qualifizierter Solarstrom gilt, verlangt das UBA jedoch Nachweise wie einen Energieflussrichtungssensor und eine 15-Minuten-genaue Messung.

Lassen Sie Ihren Ladepark auf THG-Potenzial prüfen.

In einem kurzen Erstgespräch ordnen wir Ihr Vorhaben ein: öffentlich oder nicht öffentlich, passender Anrechnungsweg, PV- und Speicherintegration sowie das nötige Messkonzept.

  • Einordnung nach § 6 oder § 7 der 38. BImSchV
  • Grobe Erlöseinschätzung für Ihre Flottengröße
  • Hinweise zu Messkonzept & Nachweispflichten
  • Kostenlos & unverbindlich

Hinweis: Übermittlung ist clientseitig simuliert, ohne Backend.

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Vielen Dank – wir melden uns zu Ihrem Ladepark und den THG-Möglichkeiten.

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